Alois Wolfmüller - Die Ballance im Gleitflug
Der am 24. April 1864 in Landsberg am Lech geborene Alois Wolfmüller, befasste sich mit der Thematik des Gleichgewichts und der Balancierung des Flugapparates während des Fluges. Er ging davon aus, dass ein in einer Flugmaschine sitzender Mensch bei jeder beginnenden Gleichgewichtsstörung intuitiv, ohne Überlegung zunächst bestrebt ist, sich sofort mit Hilfe seines Oberkörpers die gleichbleibende Stellung des Flugapparates in der Luft zu halten, und hierauf eine Bewegung macht, die der Art und Richtung jener Störung entgegenwirkt.
Der Landsberger Ingenieur Alois Wolfmüller (1864-1948) kaufte einen Gleitflugapparat und entwickelte diesen für seine Versuche weiter. Seine Auffassungen zur Haltung der Flugbalance hat er in einer wissenschaftlichen Niederschrift festgehalten und bemerkte unter anderem, dass bei dem Gebrauch von Gleitflugapparaten für den Nutzer bekanntlich keinerlei Sicherheit dafür besteht, ausreichend auf nicht vorhersehbare Störungen auf die gleichmäßige Flugbewegung des Flugapparates rechtzeitig reagieren zu können. Das konnten u.a. Luftwirbel, eine überraschende Änderungen der Windstärke, plötzlich einsetzende Seitenwinde oder ähnliche Erscheinungen in der Luft, deren Wirkungen sofort begegnet werden muss, sein. Es ist schon dadurch erschwert oder nahezu ausgeschlossen, da das Herannahen solcher Einwirkungen gar nicht erkannt wird, bzw. man erst im Augenblick des Eintretens des neuen Flugzustandes, entsprechend richtige Reaktionen ausführen kann, um den ursprünglichen Flugzustand wieder herstellen zu können. Diese und viele andere Gedanken gingen Alois Wolfmüller und vielen anderen Flugpionieren, die mit Gleitflugapparaten experimentierten, durch den Kopf.
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